Straning-Grafenberg

Kleinregion Manhartsberg

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Volksschule

Großgemeinde Straning - Grafenberg

 

Volksschule

 

Volksschule Straning

 

Als 1564 Straning von der Pfarre Eggenburg losgelöst und selbständig wird, kommt es vermutlich auch zur Gründung einer Schule, in dieser Zeit als „Pfarrschule“ bezeichnet, weil der Lehrer zu dieser Zeit vom Pfarrer bestellt und bezahlt wird. Vermutlich ist die Schule ursprünglich im Haus Nr. 10 untergebracht. Im Jahr 1880 wird ein einstöckiger Bau errichtet (Nr. 115).

Ab Sommer 1953 werden viele Oberlehrer zu Direktoren ernannt (VD). Im Schuljahr 1958/59 erfolgt eine Renovierung des Schulhauses (Fenster, Türen, Dach).

Ab Jänner 1966 leitet VD Hedwig Manschein die Schule. Im Herbst 1966 wird das 9. Schuljahr Pflicht.

 

VS Grafenberg

 

Laut mündlicher Überlieferung besteht in Grafenberg bereits vor Erbauung der Kirche und Errichtung der Pfarre (1801) eine Schule. 1718 wird in einem Gemeinderatsbeschluss erstmals ein Lehrer erwähnt.

Das alte Schulhaus, Grafenberg Nr. 64, welches später als Milchhaus Verwendung findet, ist ein ebenerdiges, mit Ziegeln gedecktes Gebäude. Es besteht aus einem Klassenzimmer und einer Lehrerwohnung und ist an der Süd- und Westseite von einem kleinen Garten umgeben. Der erste namentlich erwähnte Lehrer ist Anton Reichhart (ab 1808). Der Schulleiter Gottfried Egger (Mai 1888 bis Jänner 1905) ist auch Gründer der FF Grafenberg. Sein  Nachfolger Ignaz Kindermann sieht sich zunächst gezwungen, in Eggenburg eine Wohnung zu nehmen, da die Schulwohnung bereits als gesundheitsschädlich bezeichnet wird. Schließlich kann er im 1. Stock des Hauses Nr. 4 (Wanek) einziehen. Kindermann kann die Gemeinde davon überzeugen, dass Grafenberg eine neue Schule benötigt. Im Oktober 1908 kann schließlich das neue Gebäude (Grafenberg 113) bezogen werden. Nach Oberlehrer Eduard Knell (1924 – 1938) unterrichtet zunächst Walter Wolf in Grafenberg, anschließend Franz Wunderl, der bis 1955 hier tätig ist. Der letzte Schulleiter von Grafenberg heißt Johann Lang. Doch er muss seine letzten Dienstjahre an der VS Gars / Kamp verbringen, denn mit Bescheid der NÖ Landesregierung vom 5. Juli 1966 wird die VS Grafenberg stillgelegt. Im Schuljahr 1966/67  besuchen die Kinder die VS Eggenburg. Ab dem Schuljahr 1967/68 kommt es schließlich durch die Neuorganisierung der Volksschulen im Bezirk Horn zur Bildung der Volksschule Straning – Grafenberg.

 

 

Volksschule Wartberg

 

Der erste Unterricht erfolgt in Wartberg im Privathaus Nr. 20. Von 1740 – 1776 ist hier Lehrer Georg Stollmeier tätig, von 1776 – 1800 Matthias Dungl. Erst im Jahr 1800 wird ein eigenes Schulgebäude auf Nr. 63 errichtet. Johann Ringböck wird Schulleiter. Bis zur Einführung des k. k. NÖ. Landesschulrates werden die jährlichen Prüfungen durch den Dechant in Anwesenheit des Ortsvorstandes abgehalten. 1878 wird eine erste kleine Lehrmittelsammlung erwähnt. Im August 1885 tritt Josef Kilga, Oberlehrer aus Vorarlberg, seinen Dienst an. Er wird bis 1918 hier tätig sein. Nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst wird  ihm die Ehrenbürgerschaft von Wartberg verliehen. In seine Amtszeit fällt der Neubau des Schulhauses auf Nr. 69, die Einweihung erfolgt 1896.

1923 wird in der Schule das elektrische Licht installiert. Hermann Gutauer wird Schulleiter, ein Jahr später gründet er die FF Wartberg. 1930 wird vom Pfarrhof zur Schule eine Wasserzuleitung mit Handpumpe gelegt. Ein Kohlenraum wird zur Waschküche umgebaut.

In den Kriegsjahren von Februar 1940 bis Mai 1944 müssen die Kinder die Volksschule in Stoitzendorf besuchen. Anschließend ist Frau Ottilie Winkler Lehrerin bis zum Kriegsende. Da das Schulhaus stark beschädigt wird, entfällt in den Nachkriegstagen der Unterricht. Im Dezember 1945 übernimmt Johann Hammer aus Messern den Unterricht und die Leitung der Schule. Nach dem Krieg wird der Zaun vor dem Schulhaus durch eine Mauer mit festem Drahtgitter ersetzt, der Außengang betoniert und die Fassade verputzt. Auch neue Schulbänke werden angeschafft. Doch nach zwanzigjährigem Wirken von OSR Direktor Hammer wird die VS Wartberg endgültig geschlossen. Die Kinder werden zunächst ab dem Schuljahr 1964/65 wieder in Stoitzendorf unterrichtet, ab 1967/68 gehen die Wartberger Volksschüler gemeinsam mit den Kindern aus Straning, Grafenberg und Etzmannsdorf in Straning in die Schule.

 

 

 

Volksschule Straning – Grafenberg

 

1967 ergibt sich durch die Gemeindezusammenlegung auch eine Änderung im Schulwesen. Eine Gruppe der nunmehr dreiklassigen Volksschule (Kinder aus Grafenberg kommen dazu) wird als dislozierte Klasse in Grafenberg geführt. Ab dem Schuljahr 1968/69 besuchen auch die Volksschüler von Wartberg die Schule in Straning. Doch einige Jahre später fällt die  Schülerzahl von 81 auf 60 – die Schule wird wieder zweiklassig. Ab dem Schuljahr 1972/73 übernimmt der Staat die Kosten für die Schulfahrten und Schulbücher. Im Schuljahr 1973/74 gibt es erstmals nach dem Halbjahreszeugnis wegen der Ölverknappung die so genannten Energieferien, später Semesterferien genannt.

Im Jänner 1981 feiert Straning „100 Jahre Schulhaus“ mit musikalischen Darbietungen, Dichterworten und einer Ausstellung.

VD Hedwig Manschein geht im Herbst 1983 in Krankenstand, ein Jahr später wird sie anlässlich ihrer Pensionierung mit dem Titel „Oberschulrat“ geehrt. Ab dem Schuljahr 1986/87 wird die Schule nur mehr an einem Standort geführt (Straning). Ab diesem Jahr müssen auch Klassenforen bzw. Schulforen abgehalten werden. Nach vierjähriger Leitertätigkeit wechselt VD Josef Bauer an die VS Gars/Kamp, Amneris Modre wird neue Schulleiterin. Am 24.02.2005 wird der Elternverein gegründet.

Am 01.12.2008 geht VD Modre in Pension. Die VS Straning hat keinen eigenen Schulleiter mehr, die Schule wird ab jetzt von der Eggenburger Direktorin Elfriede Fleischhacker mitbetreut.

 

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