Straning-Grafenberg

Kleinregion Manhartsberg

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Etzmannsdorf

 

Ortsgeschichte

 

Etzmannsdorf ist ein Grabendorf, von einem Bach durchzogen. Die ersten Besiedlungen gibt es schon in der Jungsteinzeit (6000 / 5000 bis 2300 / 2200 v. Chr.), in der Hallstattzeit (ältere Eisenzeit, 800 / 750 bis 450 / 400 v. Chr.), sowie in der Latènezeit (jüngere Eisenzeit, 450 / 400 bis 15 v. Chr.).

Der Ahnherr der Kuenringer Azzo wird am 29. 12. 1056 von König Heinrich IV. mit einem freien Eigentum von drei königlichen Hufen „im Dorfe Hecimanneswisa“ beschenkt. („Die Hufe“ ist ein altes Feldmaß, landschaftlich schwankend, 12 bis 24 ha. Ursprünglich ist es der Anteil einer Bauernfamilie an der Gemeindeflur.) So ist anzunehmen, dass es sich bei dem Namen „Etzmannsdorf“ um einen ursprünglichen Besitz dieses Azzo handelt (Azomannsdorf). In einer Urkunde vom 1. Oktober 1058 wird Etzmannsdorf erstmals in einer Urkunde als Ortowinersdorf erwähnt. Die Bewohner sind bis 1848 der Herrschaft Harmannsdorf unterstellt. Von 1848 bis 1967 hat der Ort eine selbständige Gemeindeverwaltung. Um 1770 hat Etzmannsdorf 28 Häuser. Als erster Bürgermeister wird Johann Schneider erwähnt (1865 – 1867), der letzte vor der Gemeindezusammenlegung ist Franz Paß (1965 – 1967).

Im Jahr 1884 wird Etzmannsdorf von einer schweren Brandkatastrophe heimgesucht, bei der sieben Häuser zur Gänze abbrennen. 1902 zerstört ein ähnlicher Brand drei Häuser. Damals steht im Ort eine eigene Feuerspritze, die von Männern der FF Straning bedient wird. 1923 erfolgt schließlich die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Etzmannsdorf. Am 20. Jänner 2012 beschließt die Mitgliederversammlung der FF Etzmannsdorf wegen zu geringer Mitgliederzahl sowie Fehlen einer Führungskraft die Auflösung der Feuerwehr und den Beitritt der Mitglieder zur FF Straning. Dort werden diese  nach einer Mitgliederversammlung am 21. Februar 2012 aufgenommen. Der Einsatzbereich der aufgelösten FF Etzmannsdorf – das Gebiet der Katastralgemeinde – wird dem Einsatzbereich der FF Straning hinzugefügt.